![]()
![]()
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 trug Vladyslav Heraskevych bei Trainingsläufen den „Helm der Erinnerung“ mit Fotos ukrainischer Sportler, die im russischen Angriffskrieg getötet wurden. Das Olympische Komitee untersagte ihm daraufhin das weitere Tragen des Helms – am 12. Februar 2026 wurde schließlich seine Disqualifikation bekannt.
Auf meine Initiative hin und mit der Unterstützung weiterer Abgeordneter wurde dieser Fall, der weit über den Sport hinausgeht, im Europaparlament diskutiert. Mit dabei waren neben Vladyslav Heraskevych selbst auch Jens Steinigen, Olympiasieger 1992 im Biathlon, Anwalt und Gründer von Athletes for Ukraine, sowie Mark E. Orth, führender Sportrechtsexperte und Anwalt in München.
Das Europäische Sportmodell gewährleistet die Autonomie der Verbände vor politischem Einfluss – doch wie weit geht diese? Werden Regeln einheitlich ausgelegt? Diese Fragen standen im Zentrum eines intensiven Austauschs.
Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich: Sport ist nie völlig unpolitisch. Er spiegelt unsere Werte, unsere Haltung und das, wofür wir als europäische Gemeinschaft stehen.