Europa ­č笭čç║ muss seine Bildungssysteme krisenfest machen ­čôÜ

21. Oktober 2020

Das Europ├Ąische Parlament will 10 Prozent des Geldes aus dem Wiederaufbaufonds der Bildung widmenIn ganz Europa haben die Corona-bedingten Schulschlie├čungen die Schw├Ąchen und Ungleichheiten der Bildungssysteme offenbart. Fernunterricht war, wenn ├╝berhaupt, oftmals nur mit viel Einsatz und Kreativit├Ąt der Lehrkr├Ąfte m├Âglich. Wir m├╝ssen jetzt aus unseren Fehlern lernen und die Missst├Ąnde im Bildungsbereich angehen!

Das EU-Parlament stimmt ├╝ber den Entschlie├čungsantrag ÔÇ×Die Zukunft der Bildung in Europa vor dem Hintergrund der COVID-19-PandemieÔÇť ab. Angef├╝hrt von der S&D-Fraktion fordern die Abgeordneten im Europ├Ąischen Parlament, das Thema Bildung auf die Priorit├Ątenliste der EU-Kommission zu setzen und 10 Prozent der Gelder aus dem Wiederaufbaufonds daf├╝r zu investieren. Das kann aber nur eine erste Ma├čnahme sein. Wollen wir die Bildungsprobleme nicht nur da und dort notd├╝rftig mildern, sollten auch die Mitgliedstaaten langfristig mindestens 10 Prozent ihres BIP der Bildung widmen. Damit w├Ąren echte Reformen m├Âglich. Die Zukunft liegt in einem hybriden Bildungssystem, also in der Kombination von E-Learning und Pr├Ąsenzunterricht, das auch au├čerhalb von Krisenzeiten Alltag werden soll. Damit wird das Lernen vor Ort erg├Ąnzt, aber nicht ersetzt. Denn Schule muss viele soziale Aufgaben leisten, f├╝r deren Erf├╝llung die Lehrkr├Ąfte mehr Anerkennung verdienen.

Die Europ├Ąische Union soll bei der Bildungsoffensive eine wichtige unterst├╝tzende und koordinierende Rolle spielen. Synergien sollen genutzt werden, etwa mit einer Plattform f├╝r erfolgreiche COVID-19-Bildungsprojekte, die von anderen Schulen ├╝bernommen werden k├Ânnen. Bei der Finanzierung von digitaler Infrastruktur bis zu den Ger├Ąten f├╝r Schulen sehe ich, besonders im l├Ąndlichen Raum, Potenzial beim Europ├Ąischen Fonds f├╝r regionale Entwicklung (EFRE).

F├╝r den Aufbau eines europ├Ąischen Bildungsraums, der die Ungleichheiten zwischen armen und reichen L├Ąndern im Bildungsbereich mildert, brauchen wir die Regionalf├Ârderung ebenso wie die Mittel des Bildungsflaggschiffs Erasmus+, das so viele wichtige Impulse bei der Entwicklung von Lehrmitteln und der Lehrer-Weiterbildung erm├Âglicht. Die von Rat und Kommission vorgeschlagenen K├╝rzungen in diesen Bereichen sind deshalb untragbar!

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